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Persönlichkeit

Selbstwirksamkeit in der Führung: Eigene Kraft nutzen

27. November 2025
9 Min. Lesezeit
Stephanie Müller
Selbstwirksamkeit in der Führung: Eigene Kraft nutzen - Illustration zum Thema Persönlichkeit

Selbstwirksamkeit bedeutet, in der eigenen Kraft zu bleiben und andere zu überzeugen. Entdecke, wie du deine Ressourcen aktivierst und souverän führst.

Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können. In der Führung ist sie essentiell: Du brauchst sie, um Entscheidungen zu treffen, Unsicherheit auszuhalten und andere zu inspirieren.

Fünf zentrale Leitfragen für deine Selbstwirksamkeit

Welche meiner Stärken will ich in Zukunft in den Vordergrund stellen?

Selbstwirksamkeit beginnt mit Selbstkenntnis. Was kannst du wirklich gut? Nicht das, was du können solltest oder was andere von dir erwarten. Sondern das, was dir leichtfällt, was dich energetisiert, was du mit Freude tust.

Diese Stärken sind deine Ressourcen. Sie bewusst zu nutzen bedeutet nicht, Schwächen zu ignorieren. Es bedeutet, von einer Position der Kraft aus zu agieren, statt permanent gegen Defizite anzukämpfen.

Wie kann ich für mich nachhaltig gut sorgen?

Selbstwirksamkeit braucht Energie. Und Energie braucht Regeneration. Die Frage ist nicht, ob du für dich sorgst, sondern wie du es tust. Was gibt dir wirklich Kraft? Was sind nur scheinbare Auszeiten, die dich nicht wirklich erholen lassen?

Nachhaltige Selbstfürsorge ist keine Belohnung für geleistete Arbeit. Sie ist die Grundlage für kontinuierliche Leistungsfähigkeit und Souveränität.

Welche Lebensziele will ich priorisieren?

Selbstwirksamkeit ohne Richtung ist Aktionismus. Du brauchst Klarheit darüber, was dir wirklich wichtig ist. Nicht nur beruflich, sondern als ganzer Mensch. Welche Rollen willst du ausfüllen? Welche Werte willst du leben? Welche Spuren willst du hinterlassen?

Diese Klarheit gibt dir Orientierung in schwierigen Entscheidungen und hilft dir, Nein zu sagen zu dem, was dich von deinen Zielen abbringt.

Wie trete ich für mich gut ein?

Durchsetzungsvermögen ist keine Charakterfrage, sondern eine Fähigkeit. Sie basiert auf Klarheit (Was will ich wirklich?), Kommunikation (Wie bringe ich meine Position verständlich rüber?) und Standhaftigkeit (Wie halte ich Widerstand aus?)

Für sich einzutreten bedeutet nicht, rücksichtslos zu sein. Es bedeutet, die eigenen Interessen ernst zu nehmen und sie mit den Interessen anderer auszubalancieren.

Was will ich verändern, was will ich bewahren?

Entwicklung bedeutet nicht, sich permanent zu optimieren. Manchmal ist es wichtiger, bewusst zu entscheiden: Das will ich beibehalten. Diese Art zu arbeiten, diese Werte, diese Beziehungen. Selbstwirksamkeit entsteht auch aus der Klarheit darüber, was du nicht ändern willst.

Ressourcen aktivieren und wirksam nutzen

Eigene Ressourcen nutzen, in der eigenen Kraft bleiben und andere überzeugen

Ressourcen sind nicht nur Fähigkeiten. Es sind auch Erfahrungen, Netzwerke, Werte und Überzeugungen. Die bewusste Aktivierung dieser Ressourcen gibt dir Stabilität in unsicheren Situationen und Überzeugungskraft in deiner Führung.

Eigene Wirkung reflektieren und Ausstrahlung sowie Souveränität stärken

Wie wirkst du auf andere? Diese Frage ist nicht eitel, sondern strategisch wichtig. Deine Ausstrahlung beeinflusst, ob Menschen dir vertrauen, dir folgen und dich ernst nehmen. Die gute Nachricht: Ausstrahlung ist nicht angeboren. Sie entsteht aus Klarheit, Authentizität und der Fähigkeit, präsent zu sein.

Herausforderungen stabil begegnen und schwierige Situationen meistern

Herausforderungen meistern und Durchsetzungsvermögen stärken

Herausforderungen destabilisieren. Sie bringen dich aus dem Gleichgewicht, erzeugen Druck und fordern schnelle Entscheidungen. Selbstwirksamkeit bedeutet nicht, dass du immer souverän bleibst. Es bedeutet, dass du weißt, wie du dich stabilisierst: durch Rückzug, Reflexion, Gespräche oder bewusste Entscheidungen.

Für eigene Ziele eintreten und Durchsetzungsvermögen stärken

Durchsetzungsvermögen ist kein Charakterzug, sondern eine Kompetenz. Sie basiert auf drei Elementen: Klarheit über deine Position, Kommunikationsfähigkeit, um diese Position zu vermitteln, und Standhaftigkeit, um Widerstand auszuhalten.

Sich selbst bewusst positionieren

Reflektion der Motive, Werte, Antreiber und alles, was dich bewusst und unbewusst steuert

Selbstwirksamkeit erfordert Selbsterkenntnis. Was treibt dich an? Welche Werte leiten deine Entscheidungen? Welche unbewussten Muster beeinflussen dein Handeln? Diese Reflektion ist kein einmaliger Akt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Sich selbst bewusst in den Mittelpunkt des eigenen Lebens stellen

Sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen klingt egoistisch. Ist es aber nicht. Es bedeutet, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Nicht reaktiv auf Erwartungen zu reagieren, sondern proaktiv zu gestalten. Nicht von außen bestimmt zu werden, sondern von innen heraus zu führen.

Diese Positionierung ist die Grundlage für echte Selbstwirksamkeit. Und für eine Führung, die authentisch, klar und wirksam ist.

Entwicklungsfelder für deine Selbstwirksamkeit

1. Eigene Ressourcen nutzen, in der eigenen Kraft bleiben und andere überzeugen

2. Eigene Wirkung reflektieren und Ausstrahlung sowie Souveränität stärken

3. Herausforderungen stabil begegnen und schwierige Situationen meistern

4. Für eigene Ziele eintreten und Durchsetzungsvermögen stärken

5. Reflektion der Motive, Werte, Antreiber und alles, was dich bewusst und unbewusst steuert

6. Sich selbst bewusst in den Mittelpunkt des eigenen Lebens stellen

Stephanie Müller

Leiterin Akademie & Consulting

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